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Comardiia Druuidiacta Keltia

 

Der Druidische Kalender

Seit frühester Zeit ist der Gebrauch des keltischen, lunaren Kalenders im indo-europäischen Raum nachgewiesen. Der Monat (MINS auf gälisch) ist lunar und entspricht einem kompletten Mondzyklus. Weil die durchschnittliche Lunaison 29,53 Tage hat, haben die Monate abwechselnd 29 oder 30 Tage.

Das lunare Jahr setzt sich aus 6 Monaten mit 30 Tagen (SAMONIOS, RIUROS, OGRONIOS, CUTIOS, SIMIUISONIOS, EDRINIOS) und 5 Monaten mit 29 Tagen (DUMANNIOS, ANAGANTIOS, GIAMONIOS, ELEMBIUOS, CANTLOS) sowie einem variablen Monat (EQUOS) mit 29 oder 30 Tagen zusammen, wobei der erste Tag des folgenden Monats [ELEMBIUOS) der Vollmond ist und gleichzeitig das große Fest von Lugi Naissatis.

Da das lunare Jahr mit 12 Lunaisons durchschnittlich 354,3669 Tage hat (und das solare Jahr durchschnittlich 365,2322 Tage), ist es um 10,8753 Tage kürzer als das solare Jahr. Um eine Verschiebung zu vermeiden, fügt man etwa alle 30 Monate einen Monat hinzu, so daß man alle 2 bis 3 Jahre ein Jahr mit 13 Monaten hat.

Die Grundlage der Lunität ist nyothemisch, d.h. eine Nacht (NOXS) wird gefolgt von einem Tag (DIIES). Diese Einheit wird LATIS genannt.(Plural: LATES). Deshalb entspricht in diesem Kalender jeder Tag zwei Tagesdaten des gregorianischen Kalenders, weil der Beginn am Abend des ersten Tages ist und er sich bis zum nächsten Abend, wenn die Sonne untergeht, erstreckt. Der Datumswechsel vollzieht sich bei Sonnenuntergang und nicht um Mitternacht.

Es gibt keine Wochen, doch besteht jeder Monat aus zwei Halbmonaten» Der erste Halbmonat, mit abnehmendem Mond hat immer 15 Tage, von Vollmond bis zum Neumond. Das Fälligkeitsdatum des Neumond wird ATENOUX genannt (Abkürzung von ATENOUX TIO was Erneuerung bedeutet). Der zweite Halbmond mit zunehmendem Mond bis zum Vollmond hat 15 oder 14 Tage abhängig davon, ob der Monat 30 oder 29 Tage hat.

5 Jahre bilden eine Einheit, genannt QUIMON, bestehend aus 62 Lunaisons. Davon 60 normale und zwei Ausgleichsmonate, der erste, zu Anfang des QUIMON, heißt MINS IN DUEIX TIONU (Mond in Verdopplung), der zweite, in der Mitte des QUIMON, zwischen dem sechsten und siebten Monat des dritten Jahres, heißt CIALLOBUIS SONNOCINGOS (Anzeiger des Weges der Sonne).

Sechs QUIMON oder 30 solare Jahre (das sind 371 lunare Monate) bilden ein Jahrhundert, SAITLON genannt. Der erste QUIMON eines SAITLON hat nur 61 Lunaisons, da der Monat MINS IN DUEIX TIONU am Anfang ausgelassen wird.

Der Jahreswechsel vollzieht sich in Vollmond nach dem Herbstequinox. Wir befinden uns 2004 n. Chr. im Jahr 3874 des alten Keltischen Kalenders.

Das lunare Jahr heift BLIDNIS (Plural: BLIDNES) und besteht aus 12 oder 13 Lunaisons. Gleichzeitig verfolgten die Druiden aber auch das solare Jahr genannt SONNOCINXS. Dieses wird in 12 zodiakale Teile unterschieden (PRINNINOI -Plural PRINNIOS).

Man findet in diesem "ursprünglichen" Kalender sowohl die Grossen druidischen Feste als auch den Eintritt in die verschiedenem Zonen des Zodiak, z.B I SAMONI (der erste Tag von SAMONIOS), UEGUILIA SAMONI (das Samain-Fest, gleichzeitig das keltische Neue Jahr und das Fest der Wiedervereinigung von Lebenden und Toten), SAMONI PRINNIOS (ASTROLOGISCH Eintritt in das Zeichen des Skorpion)

Jeder Tag steht unter dem Zeichen einer keltischen Gottheit, die Daten für deren kultische Feiern wurden im Kalender festgelegt. Die Monate heißen SAMONIOS, DUMANNIOS etc, wobei man bei den LATES im Singular von 1 SAMONI (der erste des SAMONIOS) 1 DUMANNI (der erste des DUMANNIOS) spricht.

Die fünf großen keltischen Feste sind:

  1. I SAM0NI: UEGILIA SAMONI (Samhain / Haloween)
  2. I RIURI: UEGILIA EPONAS (Fest der Epona)
  3. I ANAGANTI: UEGILIA BRIGANTIAS (Imbolc)
  4. I GIAMONI: BELOTEPTIA (Beltaine)
  5. I ELEMBINI: Lugi Naissatis (Lugnasad)

 

Der Metonzvklus und die goldene Zahl

Hierbei handelt es sich um einen Zyklus von 19 Jahren, der um 500 v. Chr. von dem griechischen Mathematiker und Astronomen Meton entdeckt wurde. Er besteht aus 335 synodischen Mondmonaten, nach deren Ablauf die Mondphasen sich an den gleichen Wochentagen und Jahren innerhalb des 19 Jahre Zyklus wiederholen. Mit anderen Worten, es ist hier eine Zeitspanne, in der sowohl die Sonne, als auch der Mond einen vollständigen Zyklus hinter sich bringen und wieder an den gleichen Positionen ankommen. Das Wissen um diesen Zeitraum ist eine wesentliche Voraussetzung für die Aufstellung eines genauen Kalendersystems. Die goldene Zahl gibt den Stand im Jahr innerhalb des Metonzykluses an. Man addiert daher eins zu der fraglichen Jahreszahl und teilt die Summe durch 19. Der Rest bei der Teilung ist die goldene Zahl. Ist diese gleich 0, ist die Jahreszahl im Metonzyklus 19.

Beispiel:
1975 + 1 = 1976
1976: 19 =104 ohne Rest
1975 war also das 19. Jahr in einem Metonzyklus.

 

Druidische Zyklen und Zeitalter

Ein Zyklus von fünf Jahren wurde als Lustrum, lateinisch = Jahrfünft bezeichnet. Am Enden von sechs Lustren oder einem Jahresmonat (d.h. 6x5= 30) war ein druidischer Zyklus vorüber. Eine Phase von 21 Jahresmonaten (21 x 30 = 630) entsprach einem druidischen Zeitalter. Zeitalter rechnete mal} ab der zweiten Schlacht von Mag Tuireadh in Irland, bei der die Tuatne de Dannan die Fumorier bezwangen. Unser Jahr l n. Chr. entspricht dem Jahre l 871 Mag Tured (MT), also ist 1975 n.Chr. 1975 + 1.871 = 3846 MT. Das erste Jahr MT leitete das Eisen- und Silberzeitalter ein, das bis zum Jahre 3888 MT, das ist 2021 n.Chr. dauert.

 

Druidische Oghamalphabete

Während der langjährigen Ausbildung in speziellen Schulungsplätzen wurden Männer und Frauen in Gemeinschaften von bis zu 3.000 Personen unterrichtet. Hier wurden zahlreiche Techniken der Wahr-, Weissagung, der Heilkunst und des Ritualwissens vermittelt. Die Druiden besaßen geheimes Wissen und sie besaßen ein Alphabet, eine spezielle Methode, um gegenseitig zu kommunizieren, die sich auf das Lernen durch fragen und antworten beschränkte und bestimmte symbolische Aspekte natürlich verkörperte. Zu diesen gehören die frühen irischen Alphabete aus der Zeit um 600 v.Chr., die sogenannten Oghams oder Bath-Luis-Nuion Alphabete: Die Buchstaben sind dabei in verschiedenen Gruppen zu Lauten geordnet. Die B-Gruppe der sogenannten labialen oder dentalen Aspiranten. Die H-Gruppe, die M-Gruppe, der Gutturalen, die A-Gruppe der Vokale und die Kombinationskonsonanten und Vokale. Jeder der 25 Buchstaben dieses Alphabetes hat einen eigenen Namen, den Namen eines Baumes, einer Pflanze, eines Tieres und verschiedener anderer Kräfte. Das ist auch leicht nachzuvollziehen, wenn man sich vor Augen hält, dass es sich um ein System handelt, das die verschiedenen Welten der Natur miteinander in Übereinstimmung mit dem Zyklus 4er Jahreszeiten bringt. Aus einer Zeit also, in der der Geist des Lebendigen alles durchdrang. Auch die Kreisläufe der Zeit wurden mit dem Baumalphabet auf direkte Weise in Verbindung gebracht. Durch die Monde des keltischen Kalenders, die nach dem Oghamkreis angeordnet worden sind. In dieser Hinsicht haben auch symbolische Attribute der Bäume Bedeutung. Das Baumalphabet war bis etwa 700 n.Chr. in Gebrauch, wahrscheinlich sogar noch länger im Verborgenen der früheren keltischen Kirchen. Dieses Alphabet diente nicht nur symbolischen Zwecken. Es beinhaltet eine präzise Möglichkeit der Kommunikation im modernsten Sinne dieses Begriffes. Die ursprünglichste Form wurde im Allgemeinen als eine Reihe von Kerben auf Holzstabe eingeritzt. Eine später entwickelte Form zeigt Stöckchen, die in einem entsprechenden Rahmen zum Rotieren gebracht werden konnten und so einer Art Mantra ähneln, wie eine tibetische Gebetsmühle. Viele Oghams wurden auch in Steine geritzt, dabei diente die Kante des Steines oder Holzes als Stammlinie und die Buchstaben verliefen in der Regel von Oben nach Unten. Mehr ab fast 400 solcher Steine sind in Irland, Wales, England, Süd-England, auf der Isle of Man, in Schottland und der Bretagne erhalten. Eingeweihte konnten so also geheime Botschaften miteinander austauschen, indem sie die Oghams als Zeichensprache verwendeten. Durch den Handogham wurde eine Kommunikation möglich, indem man auf die Fingergelenke zeigte, die mit jedem Buchstaben assoziiert waren oder indem man die Buchstaben mit dem Finger Andeutete. Diese Kommunikationsweisen gaben den Druiden tatsächlich so viel Macht, dass sogar königliche Erlasse ergingen, die verhindern sollten, dass Oghams weiter gebraucht wurden. Vermutlich entwickelte jede einzelne Druidenschule eine eigene Version der Bedeutungen der Oghams, was etwa örtlichen Dialekten entsprochen haben könnte. Dafür spricht auch, dass manche Dichter mit ihrer eigenen Letternversion assoziiert wurden. Ein Beispiel solcher Oghamsammlungen finden wir im Book of Ballymote aufgezeichnet.

 

Der achtfache Jahreskreis

In der keltischen Tradition wissen wir, dass in Gallien, einem Teil des französisch besetzen ursprünglichen Gebietes, das von Kelten bewohnt war, das neue Jahr beim Aufgang des ersten letzten Mondviertels nach der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche begann. Deshalb fing das neue Jahr immer an einem anderen Wochentag an. In den keltischen Gegenden auf den Britischen Inseln (Insel Kelten) galt es später als Brauch, dass das neue Jahr an Samhain, dem 1. November begann, d.h. immer am gleichen Tag im Sonnenzyklus. Hier war dann auch ein etwas anderes Kalendersystem als im Gallo Keltischen oder keltisch –germanischen bzw Ibero -keltischen Raum in Gebrauch. Es berücksichtigte sowohl solare, als auch lunare Zyklen. Das Jahr bestand aus 13 Monden, von denen 12 weitgehend unseren heutigen entsprachen, während der 13. Monat Ende Oktober nur aus wenigen Tagen bestand, die zum neuen Jahre überleiteten. Aufgrund dieser Anordnung der Monde sind keltisches Weltbild und auch die druidische Philosophie im Oghamalphabet mit 13 Stationen miteinander verbunden. Das Jahr wurde so in zwei Hälften eingeteilt, eine dunkle und eine helle. Während der dunklen Zeit waren beispielsweise Eheschließungen verboten. Samhein leitete die dunkle Hälfte des Jahres ein. Die helle begann am gegenüberliegenden Punkt im Zyklus an Beltaine, dem Maifest „Calan“. Zwischen diese beiden Termine fiel Brigantia oder Imbolc zum Februar und Lugnasad oder Lammas zum Augustmond, die das keltische Jahr weiter in viertel Abschnitte gliederten. Zwischen diesen vier Punkten, den großen Festen, beachtete man die Tag-und-Nachtgleichen und Sonnenwenden, die auch als die vier Albane bezeichnet wurden:

 

  1. Alban Artuan: der 21. Dezember, die Wintersonnenwende, der kürzeste Tag
     
  2. Alban Eilir: der 21. März, die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche
     
  3. Alban Heruin: 21. Juni, Sommersonnenwende, Mittsommer, Sonnen-Höchststand erreicht und Aussendung der 3 Strahlen des Awen
     
  4. Alban Elved: der 21. September, bzw die Herbst Tag-und-Nachtgleiche

 

Samhain

Der l. November kennzeichnet den Beginn und das Ende des Jahres zugleich. Das neue Jahr fängt genaugenommen mit dem Sonnenuntergang an, weshalb Halloween und das keltische Neujahrsfest identisch sind, Es ist die Zeit des Ansteigens der Sonne vor dem Wintermond, also die Zeit in der sich die im Laufe des Jahres angestauten Schwierigkeiten lösen und emporsteigen. Eine Zeit des In-Sich-Gehens, des Ruhigwerdens und Überdenkens, bevor der Monat von neuem beginnt. Es ist eine Zeh, um alten Kram und Arger, schädliche - Einflüsse oder Gedanken abzulegen und direkten Kontakt mit den Ahnengeistem und dem klaren Bewusstsein, den Ahnen aufzunehmen. '

 

Brigantia

Zum ersten Februar ist dieses Feuerfest ein Gruß an die wiedererstarkende Sonne, die nach der Winternacht aufsteigt. Während die Kraft nach der Zeh wieder zunimmt, werden auch die Erwartungen an den Frühling und das neue Leben aufgeweckt. Der andere Name dieses Festes Imbolc oder Oimelc, das heißt Schalsmilch, verdeutlicht die Verbindungen mit Vertretern der ersten Boten des FrühJings, nämlich die neugeborenen Lämmer. Imbolc bedeutet übersetzt „im Bauch". Am Beginn des Waidenmonats, mh seiner weiblichen Kraft ist dieses Fest der dreifachen Göttin Bridged gewidmet, die bei dem Sonnenaufgang im Hause neu geboren sein soll Bridgeds Atem gibt allen Leben. In der dreifachen Gestalt als Jungfrau, Mutter und altes Weib, in der germanischen Form der Nomen, verkörpert sie das Spektrum der Jahreszeiten. Die verborgene, dunkle Seite wird hier nicht genannt.

 

Beltaine

Beltaine, zum l. Mai, das alljährliche Willkommensfest für den Sommer, auch Calan genannt, die gute Zeit, der Beginn der hellen Hälfte des Jahres fällt in den Monat der starken, fruchtbaren Eiche. Die Maiköniginnen wurden gekränzt. Spiral- und Maibaumtänze wurden durchgeführt und verschiedene Rhuale, die eine gute Ernte im späteren Teil des Jahres sichern sollten.

Lugnasad zum l. August ist ein Erntefest, das die Hochzeit von Lugh und der Erdmutter feiert. Gleichzeitig ist es aber auch das Fest der Schnitter, ein Bestattungsritual, denn die Sonne beginnt ihre lange Reise in die dunkle Nacht der Winterszeit. Es gibt eine irische Überlieferung, die besagt, das Fest sei zuerst in Tailltean begangen worden, an dem Ort, wo Lughs Pflegemutter beerdigt wurde. Zu diesen Festlichkeiten gehören traditionell Rennen und nach der Sonne ausgerichtete Tänze, die vielfach im Reigen durchgeführt werden und die Sonne durch die Nachahmung ihres Laufes stärken und den Fortbestand der Lebenskräfte für die weiteren Zyklen sichern werden. Bei den Rennen handelt es sich um  ursprüngliche Rituale die wahrscheinlich den Umlauf der Sonne durch das Jahr darstellen. Da die Sonne durch die rituelle Vereinigung mit der Erde gute Ernte hervorbringt, wurde Lugnasad zu einem natürlichen Zeitpunkt für Eheschließungen und Verbindungen.

 

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