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Feuerlauf und Feuerprobe

Der Paso del fuego in San Pedro Manrique (Spanien)
 

  1.  Die Feldforschung

 

  2.  Die Performance

  3.  Das Risiko des Verbrennung und die lokale Deutung der Nichtverbrennung

  4.  Zur anthropologischen Interpretation einer effektiven Körpertechnik

 

 

1.  Die Feldforschung

Von dem Fenster des kleinen Linienautobuses Soria die Provinzhauptstadt mit San Pedro Manrique  verbindet zeigt sich die Landschaft in ihrer ganzen außergewöhnlichen und einsamen Schönheit. Dieser nördlichen Teil der Region Castilla y Leon an der Grenze mit der reichen Weingegend von Rioja. Die Straße ist eine enge und kurvenreiche Provinzstraße die bis auf 1454 Meter hochsteigt zum Puerto de Oncala und dann in einer weiten Hochebene voller Hügel die im Norden bei der Sierra aufhört zu münden. Am nördlichen Ende der Hochebene am Hang der nackten Felsen die die Landschaft abschließen zu scheinen gegen den nicht weiten Atlantik fast versteckt im Grün der Wiesen und der seltenen Wälder liegt bei 1075 Meter Höhe der kleine Ort von San Pedro Manrique. Bis vor einigen Jahren als die Schäferei noch die Haupttätigkeit aller war wohnten noch mehr als 1000 Personen in diesem Ort. Aber heute sind viele ausgewandert wohnt dort nur noch ungefähr die Hälfte 32).

Hier in der Nacht von St. Johann 23.06 gibt es jedes Jahr die Zermonie des paso del fuego. Mit nackten Füßen wird über glühende Kohlen gegangen. Bei dem nur die Einwohner des Ortes teilnehmen können und deren Ursprung wie es hier gesagt wird, sehr sehr alt ist 33)

Ich selber habe diese Zermonie das erstemal 1994 beobachtet während eines kurzen Besuches um vor allem zu schauen ob ich eine Feldforschung betreiben kann. Die Forschung selbst auch Dank meiner 1. Reise fand dann wirklich im Sommer 1995 statt 34. Ich bin in San Pedro Manrique 1 Woche vor dem Fest angekommen und blieb dort bis an sein Ende für ein ganzes von 10 Tagen. Dank einer Reihe günstiger Umstände der kleine Ort, die Bereitschaft und die Nettigkeit der Einwohner und ihr Gefallen, Objekte, Interesse von fremden Forschern zu sein 35). war es einfach ein  freundschaftliches Verhältnis mit den Bewohnern aufzubauen und dadurch waren sie auch bereit sich interviewen zu lassen 36). Mehr als einer war überrascht und zufriedengestellt, daß jemand im Gegensatz zu den 1000 Neugierigen und Fernsehkameras die das Dorf in der Nacht zum 23 Juni bevölkern um nur den paso del fuego zu sehen auch sich dafür interessiert hat was ihre Vorbereitung für dieses Fest war 37).  Tatsächlich ist der Feuerlauf eingebettet in ein ausgearbeitetes Fest voll der religiösen und profanen Ritualen mit denen in der Nacht von St. Johann gefeiert wird. Dies ist nur eines und sicherlich das wichtigste und bekannteste Fest der Zeremonien die im ganzen Jahr stattfinden und besonders am 23. Juni bis am späten Morgen des nächsten Tages stattfinden.  Der Zweck und die Dimension dieser Arbeit erlauben nicht das enge Netz der rituellen Handlungen im sozialen Verhältnis zu beschreiben, die den Inhalt und Art des traditionellen Feuerlaufs darstellen. Es ist auch nicht möglich den Reichtum der Informationen der Interpretation, der Erfahrung der längeren Beobachtung hier wiederzugeben. Mit diesen Einschränkungen muß man jedoch nicht davon Abstand nehmen eine komplexe Analyse der Bedeutung des Spiels des Puzzles von paso del fuego di San Pedro Manrique einzugehen. Gleichzeitig erscheint es legitim zu fordern, daß die Studien dieses lokalen Beispiels auch wenn sie aus einem kulturellen Kontext herausgenommen ist, ein wichtigen Beitrag zum Verständnis des Feuerlaufs als Körpertechnik gibt.

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2.  Die Performance

Auf dem Hügel der von oben das Dorf beherrscht steht eine kleine Kirche der der Virgen de la Pena geweiht ist. Schutzpatronin von San Pedro Manrique und Objekt großer Verehrung ihrer Einwohner. Eine steile Treppe auf der ca. 3000 Personen stehen können umgibt ein Platz um dem um Mitternacht am St. Johannsfest das Ritual des paso de l fuego ausgeübt wird. Nur die Einwohner des Ortes können teilnehmen und wie die lokale Tradition sagt nur ihnen ist das Privileg gegeben sich nicht zu verbrennen. Normalerweise sind es nur Männer, so war es dann auch in den 2 Jahren bei dem ich in dem Fest dabei war, aber auch Frauen können wenn sie wollen auf dem Feuer laufen 38).

Mehr als 2 Tonnen  Stämmen von abgelagerter Eiche, geliefert von der Rathausverwaltung werden am späten Nachmittag verbrannt um die hoguera den Glutteppich zu liefern und der Glutteppich ist so stark und heiß, daß wie auch ich feststellen konnte man nicht näher als 2m an ihn herangehen kann 39). Die Größe der hoguera sind nicht bestimmt. Je nach Jahr kann die Länge zwischen 4 und 6 m wandeln, die Breite ist ungefähr 1m und 1 1/2m und die Glut ist 15 bis 20cm dick 40). Es gibt eine traditionelle Technik des Feuerlaufens , einfach aber effizient, die alle kennen weil sie sie immer gesehen haben und in einer kurzen Formel die auch mir gesagt wurde  “also trete auf die Glut mit starkem und entschlossenem Schritt” 41). Es ist nicht nur eine Frage der Stärke und der Entschlossenheit des Schrittes aber auch von der Gleichmäßigkeit und vom Rhythmus. Man kommt in Gang in dem man 2-3 Schritte vor den Glutteppich macht und mit dem selben Schritt geht man über die hoguera ohne schneller zu werden aber auch ohne langsamer zu werden. Anders als das Klima eines Fußballstadions das durch die vielen Zuschauer hervorgerufen wird, normalerweise geben würde dieser starke regelmäßige und rhytmische Schritte auf der Glut besonders, beeindruckend wenn die Experten laufen, gibt dem Zuschauer das Gefühl einen Ritual von archaischer Größe mysteriös und feierlich teilzunehmen. Die Einzigartigkeit dieser Performance ist unterstrichen von der Tatsache daß der Großteil der pasadores 42) über das Feuer geht und dabei eine Person trägt manchmal auch 2 einer sitzt auf dem anderen 43). Also auf den Schultern und so wird das Gewicht das der Körper auf die Glut ausübt höher und wie einige sagen wird auch das Risiko der Verbrennung geringer. Es gibt keine Vorbereitung oder eine Art Training, Prüfung. Wenn einer entscheidet über das Feuer zu gehen ist das alles. Man lernt nur sehend sagen die pasadores unterstreichend daß dies eine einzigartige Sache ist ohne die Verbindung des Wortes, daß nur durch den Blick gelernt wird und dann mit dem Körper. Schauen ist vor allem die Aktion die es schon immer schon für jeden die Möglichkeit das Feuer zu überwinden gilt. Ich habe es immer machen sehen, es wird so verständlich und denkbar und so wird auch die Gefahr verringert scheinbar . Aber schauen ist auch die Aufnahme von der Mechanik der Gesten, man zieht sich die Schuhe aus, streift die Füße über die Erde, schreitet stark über die Glut und dann auch die Abfolge der Emotionen, von der anfänglichen Angst bis zur Explosion der Freude am Ende. Und dann handelt es sich auch um ein Schauen, das nicht einfach die Imitation erlaubt, wie schmerzvoll die verschieden Fremden erfahren konnten die als der paso del fuego vorbei war selbst auch probiert haben über die Glut zu gehen und sich verbrannt haben 44). Es ist eher ein gesehen haben, das nicht von einem der zufällig vorbei gehenden geklaut werden kann, weil es sich in Wirklichkeit um vielschichtige Visionen des Körpers handelt. Die sich jedes Jahr wiederholen. Unauflösbar verbunden mit dem hier und wir von dem ursprünglichen Ritual. Die Technik kann also nicht gelehrt werden und auch nicht probiert werden, weil die Probe ist ja selber die Aktion des Feuerlaufs ist und in dieser Art das Wörterbuch auch den Begriff beschreibt. Es ist keine Vorbereitung für eine Schau, die einer Generalprobe der wirklichen Schau vorgeht, Aber es ist ein Versuch einer Probe der man sich unterwirft und in diesem Fall auch das Zeugnis, daß die Tatsache wirklich ist 45). Die Vorbereitung findet sich in den kurzen Momenten die direkt vor der Performance stehen und man gibt sich zufrieden mit den antreibenden Worten der Freunden und hört auf indem Moment in dem die Konzentration sagt, daß man gehen muß. Konzentration ist das Wort das die Sampedrani nehmen um ihren Bewußtseinsszustand zu beschreiben, wenn sie über das Feuer gehen. Ein klarer Zustand, ein Zustand der Gesammeltheit in sich selbst. Mit nichts vergleichbar was manchmal als Zustand der Trance beschrieben wird 46). Auch wenn es einem rituellen Schema folgt, das von der Tradition festgeschrieben ist  der paso del fuego doch eine individuelle Performance die weite verschiedene Arten  der Improvisation und der Veränderung bietet. Nur eine Mindertheit der Sampedran macht dieses Ritual mit verschiedener Motivation, die Anzahl der pasaodres ist nicht festgelegt. In den letzten Jahren waren es ungefähr 20. Und man weiß auch nicht vorher wieviel Personen über das Feuer gehen und wieviele junge Leute es das erste Mal probieren werden und es gibt auch kein Mindestalter um zu beginnen. Einige tragen eine Art Uniform von weißer Hose und roter Scherpe um die Hüfte, andere tragen die Kleidung aller Tage, manche bekreuzigen sich bevor sie in die hoguera gehen andere grüßen feierlich das Publikum, andere sind angespannt und andere sehr entspannt und sicher. Und das was zählt ist das man von einer oberflächlichen Betrachtung verschiedener Arten ausmachen kann über dieses Feuer zu gehen. Die erfahren pasadores gehen mit einem unbeindruckten Gesichtsausdruck über den Glutteppich und treten fest mit langsamen und entschlossenem Rhythmus auf sie werden nie schneller und gefallen sich darin am Ende ihre unverletzten Füße zu zeigen. Andere eher junge und beim ersten Mal mit dabei kriegen nach 2 oder 3  Schritten Panik und mit einem überraschtem Gesicht voll Ausdruck des Schmerzes. Wenn man nicht sich auf unerklärliche oder natürliche Begabungen sich berufen will die die Teilnehmer haben muß man zugeben, daß die Technik verbessert werden kann. Probieren und lernend jedes Jahr aufs Neue 47).

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3.  Das Risiko des Verbrennung und die lokale Deutung des Nichtverbrennung

Dadurch daß man immer wieder hört daß die Bewohner von St. Immer wieder durch das Feuer gehen ohne sich zu verbrennen wird das jährliche Ritual dadurch etwas wie ein normales Dorffest. Wie eine sommerliche Zurschaustellung, wie eine bizarre Sache aus der Provinz. In Wirklichkeit auch wenn der Ausgang der Probe der normalerweise positiv ist und die meisten Performer heil herauskommen wissen doch alle daß das Risiko des sich Verbrennens immer da ist und dieses gibt auch einen Sinn zur Herausforderung. Es ist nicht wie ein Spiegelei zu essen antwortet ein Interviewter. Als er gefragt wurde was für eine Gefahr die pasadores. haben. Er vergleicht sie mit dem die ein Torrero bei der corrida hat. Die lokale Erinnerung hat eine Aufzeichnung von Mißerfolgen von pasadores die sich verbrannt haben und auch stark. Manchmal sagen sie ist es die Schuld von dem der sich weh getan hat. Weil der die Probe ohne Glaube antritt oder er hat zuviel Angst oder er hat zuviel getrunken oder er hat sich nicht zu sehr konzentiert meist sind es metallische Objekte wie Nägel oder Münzen die  von irgend welchen unachtsamen Fremden in das Feuer geworfen wurden und diesen Kontakt mit den Füßen der pasaodres haben einige Verbrennungen hervorgerufen 48). Abgesehen von diesen Fällen die auch sehr sporadisch sind warten alle Zeugen darauf, daß normalerweise während des Feuerlaufs hier niemand sich weh tut oder verbrennt 49). Am Ende sagen sie fühlt man eine starke Wärme an den Füßen eine Sensation die einige beschreiben, ein Kitzeln oder prickeln das einige Stunden anhält. Manchmal gibt es kleine Verbrennungen Blasen unter den Füßen wie wenn du dich mit einer Zigarette verbrennst, aber diese kleine Verletzungen hindern niemand daran nach dem Feuerlauf sich in Sprüngen und wilden Tänzen darzustellen und eine große Freude zur Schau zu stellen. Die auch oft Zuschauer beteiligt 50) . Es gibt verschiedene lokale Erklärungen warum sich die  sampedrani nicht weh tun. Caro Baroja hat nach dem Fest 1950 folgende geschrieben: “Die Modernisten glauben das es eine bestimmte Technik gibt mit einer perfekten physische Erklärung, die Traditionalisten sehen es als eine Grazie oder eine mystische Tugend etwas spezielles , ganz exklusiv (CARO BAROJA J. 1950: 59). Auch heute noch nach 50 Jahren nach dem Besuch von Caro Baroja sind diese Meinungen auf dem Fest zu finden.  Auch wenn es scheint daß die Modernisten mittlerweile die Oberhand über die Traditionalisten haben. Sicher die Statue der Virgen de la Pena reich bekleidet und geschmückt wird immer noch nachmittags durch das ganze Dorf getragen und manch einer fleht sie an  um Schutz und Gnade vor dem Feuer. Heute jedoch ist die Erklärung die viele sampedran haben eher eine physische Erklärung des Phänomens und eine technische Kompetenz (“pisa fuerte y firme”). man glaubt tatsächlich, daß der Fuß dadurch, daß er stark auf die Glut drückt ihre Hitze auslöscht und dadurch die Hitze und die Verbrennungsmöglichkeit abnimmt 51). Auch wenn diese 2 Erklärungen auf ganz verschiedenen Ebenen stattfinden die eine religiös die andere profan hat doch ein fundamentales Element gemeinsam, es hat direkt etwas mit der Zugehörigkeit der lokalen Einwohner zu tun und eine große Probe des Stolzes. Es ist weit verbreitet zu glauben, daß nur die Menschen aus San Pedro Manrique über das Feuer laufen zu können ohne sich zu verbrennen. (CARO BAROJA. 1950: 59)  Daher ist also das “sentirse del pueblo, sentirse sampendrano” eines der exklusivsten und grundlegendsten Bedingung die die Möglichkeit ergibt über das Feuer zu laufen. Nach der lokalen Optik, die paso del fuego ist nicht nur oder ist nicht mehr nur ein religiöses Ritual hat keine therapeutische Motivation, es ist nicht mal vor allem eine Mutprobe oder eine inidividuelle zur Schaustellung, es ist eher ein extremes Zeugnis von Treue einer gemeinsamen Zughörigkeit. Es ist die jährliche Bestätigung von Einzigartigkeit und von einem kollektiven Format und begründet immer wieder neu die Identität der Gruppe. In einem antiken Ritual das immer wieder so seinen Grund und seine Legitimität findet 52).

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4.  Zur anthropologischen Interpretation einer effektiven Körpertechnik

Wenn es je nötig gewesen wäre, meine Forschung ist eine weitere Bestätigung der Tatsache, daß man nicht an den Phänomen der Schmerzlosigkeit und der Nichtverbrennung die mit dem Feuerlauf zu tun hat zweifeln kann 53). Ich glaube ich habe wirklich überprüft, daß einige der einschränkenden Erklärungen haltlos sind, die nach und nach von de Martino vorgebracht worden sind. Wie die Stärke der Haut, die Benutzung von schützenden Substanzen, die niedrige Temperatur des brennbaren Materials, die Autosuggestion (DE MARTINO E. 1958 (1948): 52 -53) 54). So gibt es also das Problem einer anthrophologischen Erklärung dieser außergewöhnlichen Darstellung des menschlichen Körpers. Eine Erklärung also die ohne die Resultate der physischen  biologischen Forschung zu ignorieren sich aber nicht flach zufrieden gibt sondern sie wiederholt in einen Komplex von psychokulturellen Dynamismen die charakteristisch sind für alle Formen des Feuerlaufens. Es geht nicht darum die Interpretation zu vermindern die die Möglichkeiten des menschlichen Körpers darstellen und die in der Materie die biologischen und physischen Prozesse in denen es beim Feuerlaufen geht. Es handelt sich eher darum zu zeigen auch mit der Legitimation und Autorität der persönlichen Erfahrung dieser Möglichkeiten aktiv werden und möglich werden in einer Situation die im Subjekt eine intensive emotionale Mobilisation hervoruft. Eine Erklärung die verbreitet genug ist ähnlich wie man sich erinnern wird zu der profanen Erklärung von den pasadores aus San Pedro de Manrique). Es ist die Hypothese, daß der Fuß in dem Moment in dem er stark auf der Glut ist die Verbrennung oder Hitze unterdrückt oder aufhebt zumindest für einen Moment und so die Verbrennung nicht stattfindet da es kein Sauerstoff gibt. So wie man in etwa die Flamme einer Kerze auslöscht zwischen den Fingern 55) Man kann dies gutfinden da dies dem Feuerlauf eine wirkliche und eigene   Körpertechnik zugesteht die auch effizient ist aber diese Theorie erklärt nicht warum einige sich verbrennen. 2 Amerikanische Forscher der Physiker Bernhard Leikind. und der Psychologe William McCarthy haben versucht diese Frage zu lösen indem sie eine physische Charakteristk des Verbrennungsprozesses annahmen, also der Unterschied der zwischen der Temperatur eines Materials besteht und die Möglichkeit der Hitze der oder termischen Energie die dadurch produziern kann, also die Holzkohlen haben zwar eine hohe Temperatur aber sie haben eine niedrige termische Energie und daher verbrennen sie nicht die Füße wenn sie für einige Momente nur kurz darauf stehen (LEIKIND B.- MCCARTHY W. 1985) Diesem interpretativen Bild den die anderen Autoren auch als auslösend empfinden wie den religiösen Glauben, veränderter Bewußtseinszustand, chemische Prozesse des Nervensystems scheinen also absolut unwichtig. Und es ist unausweichlich die Schlußfolgerung, daß jeder Mensch so über das Feuer gehen kann. Einem ähnlichen Resultat jedoch auf anderem Wege sind einige Deutsche Forscher gekommen (LESK M. et al. 1981: 186)   denn sie haben verglichen die Art und die physichen Bedingungen des Feuerlaufens von den Anastenarides aus Griechenland mit dem von 6 Proben auf verschiedenen Feuerteppichen die sie aus experimentellen Gründen einfach gemacht haben. Mit verschiedenen Verfahren sehr komplex und sehr genau sind die Temperaturen und die Dicke der Glutteppiche gemessen worden die Schnelligkeit, die Anzahl der Schritte, die Zeit der Verbindung mit dem Glutteppich usw.

An den 6 experimentellen Feuerläufen haben sie 6 verschiedene Techniken und Geschwindigkeiten ausprobiert und einigen Feuerläufern sind auch Schutzcremes unter die Füße gestrichen worden und es wurden auch verschiedene Typen von Sensoren genommen um die Temperatur der Körpers und der Feuer, des Herzschlages usw. zu messen 56). Von den Messungen erscheint unter anderem, daß die Zeit der Verbindung mit der Glut sei es in den Experimenten sei es in den Feuerläufen von Anastenarides zwischen 0 ,25 und 0,8 sec variert mit einem Durchschnitt von 0,4 sec der wie die Forscher sagen einem normalen Schritt entspricht. Durch diese große Forschung ist die Schlußfolgerung der deutschen Forscher folgende: Aufgrund unserer Experimente können wir sagen, daß es unter normalen alltäglichen Bedingungen möglich ist über einen Glutteppich zu gehen ohne vorbereitende Zermonie ohne irgendwelchen physisch/psychischen Bedingungen, ohne religiösen Glauben ohne eine besondere Technik des Laufens und andere Bedingungen (LESK M. et. Al. 1981:186).  Ohne jetzt eine derartige drastische Position werten zu wollen kann man sich doch etwas wundern über die Tatsache daß sich strenge Forscher die Tatsache verschiedener Experimente einfach ignorieren und diese Experimente sind zu den verschiedensten Schlußfolgerungen gekommen. Einige davon insbesondere die Studien über die hypnotische Suggestion und der Aktivität des zentralen Nervensystems in der Antwort des menschlichen Gewebes auf thermische Stimulanz bezieht sich Steven Kane in einer Forschung über eine Gruppe der Pentecostali Sekte. Der Grund der Forschung war die psychischen. Faktoren herauszufinden durch die jemand immun wird gegen die Verbrennenden Wirkungen  des Feuers die die Pentecostali in ihren religiösen Zermonien erproben. Gelegentlich geht eine bestimmte Nummer von Gläubigen begleitet von Musik und Gesang vor und zieht eine brennende Fackel über einige Körperteile oder sie stecken die Hand ins Feuer um sich dabei gewöhnlich aber nicht immer nicht zu verbrennen und auch keinen Schmerz zu spüren. Die Dauer der Aussetzung der Flamen überdauert teilweise 10sec ein Zeitraum der eher schon lang ist, daß sogar der selbe Kane als er die Sache imitieren wollte sich stark und schmerzhaft verbrannte (Kane S.  1982 S. 373).  Die Phänomene die in dieser Feldforschung und auch in den Erklärungen der gläubigen einen erklärenden Schlüssel finden sind nach diesem Autor die augenblicklichen Effekte die immun machen gegen Schmerz und der Verbrennung die durch eine Kondition von hypnotischer  Trance experimentell eingegeben wird hervorgerufen wird. Im Fall der Pentecostali ist das Vertrauen in die eigenen Unverwundbarkeit geschaffen vom Glauben an den göttlichen Schutz  es wäre also die Bedingung die eine bestimmte Aktivität des Zentralen Nervensystems hervor rruft die dann schützt vor den schädlichen Aussetzungen an das Feuer “Wissenschaftler schließt Kane neigen dazu die eigene Erklärung abzulehnen die die Gläubigen in ihren religiösen Zermonien haben. Aber in diesem Fall scheint es eine kleine objektive Wahrheit zu sein in der Behauptung der Informanden die sagen es braucht Glauben um sich dem Feuer auszusetzen

(Kane 1982 S. 382). Tatsächlich beschäftigen sich 2 wichtige Forscher wenigstens für die Anthropologen wichtig mit dem Thema des Vertrauens und des Glaubens in einem Schlüssel der nicht nur symbolisch oder religiös ist. 1. Erwähnt Mauss dieses Thema als eines die die Technik des Körpers geschaffen und ausgearbeitet hat. Er erwähnt die außergewöhnlichen physischen Leistungen von australischen Jägern die von einem Gebet und dem Gebrauch eines magischen Steins hervorkommen. Und er sagt Mauss sagt das Vertrauen ist das psychologische Moment das ich mit einer Handlung verbinden kann die zuerst eine biologische Resistenz ist, dies wird erreicht durch Wort und ein magisches Objekt. Er stellt also fest, daß in diesen wie in anderen Fällen die technische Handlung und die physische Handlung und magisch religiöse Handlung vermischt sind. Aber er weiß nicht wie er diese Übereinstimmung interpretieren und nominieren soll bis er nicht zum Schluß kommt, daß diese Handlungsweisen Techniken sind. Eben körperliche Techniken. (MAUSS M  1991 (1950) 391-392).

In einem anderen theoretisch methodischen Bild bezieht sich das ganze genau auf die Herrschaft über das Feuer und auch Martino stellt das als ein schwieriges dornenreiches Thema vor und er sagt daß der Glaube also eine augenblickliche Aufhebung der Brennkraft des Feuers hervorruft und das ein Ausdruck sei von Repräsentationen und Affekten, von Glauben und von Mythen (DE MARTINO E. 1958 (1948): 67)  Um genauer zu sein sagt er unter den erforschten Fällen und kontrolliert eben was diese Herrschaft über das Feuer ist und da sind 2 Versuche in London der 30 Jahre gemacht worden und beide handelten von moslemanische Indern die ohne sich zu verbrennen über einen Glutteppich gingen ohne irgend eine bestimmte Vorbereitung aber nur wie sie selber sagten mit der Kraft des Glaubens

(DE MARTINO E. 1958 (1948): 64-65). Es wäre einfach eine derartige Erklärung als Hämik abzulehnen und zu sagen daß dieses mit den physischen Phänomen nichts zu tun hat. Man sollte jedoch vorsichtig sein und darauf achten, daß auch die verschiedensten Protagonisten der Feuerläufe einen ähnlichen Erklärungsschlüssel benutzen. Der Kult von den Anastarides in Griechenland paso del fuego di San Pedro Manrique und die postmodernen Kurse vom Feuerlaufen  Phänomene die niemand auch nicht der Blindeste der Evolutionisten nicht in eine Linie stellen würde aber gerade durch ihre Gleichzeitigkeit zeigen sie 3 verschiedene Modulationen der Glaubenshandlung oder der Richtung des Glaubens 57)  aber über die es sich lohnt einen Moment nachzudenken. Es ist offensichtlich, daß der Glauben als Grund der Rituale genommen wird die mit einem religiösen Horizont zusammenhängen wie im Fall der Anastenarides für die das Feuerlaufen eine Glaubenshandlung ist ein Wunder das sie jedes Jahr erneut vorführen und das ihren Glauben zur Existenz und der Macht von St. Constantin bestätigt (DANFORTH L 1989 S.227). Oder wie im Fall der amerikanischen Pentecostali die sich durch die Kraft des Glaubens an Gott unbestraft, über das Gesicht und den Körper in die Flamme der Fackel führen .(Kane S. 1982 S). Auch die Einwohner von San Pedro Manrique Sowohl von lokalen als auch fremden Beobachtern bestätigt wird, schreiben den Glauben an den Schutz der Virgen de la Pena die Fähigkeit zu das Ritual zu machen ohne sich zu verbrennen. Sicher ist hier wie wir gesehen haben verwickelt sich hier das Motiv des Glaubens mit dem profanen Vertrauen in die eigene Fähigkeit der pasdoeres und in den Wert der traditionellen Technik. Aber es ist auch zu unterstreichen daß beide nur Teil eines gemeinschaftlichen Horizonts sind die jedes Jahr wieder bestätigt wird in der Feier des Ritus auf den sich ja die lokale Identität beruft und auch zur Schau stellt. Weniger offensichtlich aber genauso häufig ist der Bezug zum Glauben in den Ausübung von Feuertechniken wie sie eher in profanen Zusammenhängen ausgeübt wird. Zum Beispiel Schweighardt ist sehr genau zu diesem Punkt “Die Kraft des Glaubens macht das möglich was unmöglich erscheint...die Feuertechnik ist nur ein außerordentlich beeindruckendes Exempel mit dessen was der Glaube möglich macht....der Glaube ist Gewißheit, daß ein kosmisches oder göttliches Prinzip gibt, daß uns führt und uns schützt. Glauben heißt das eigene Leben zu formen in dem unumwerflichen Vertrauen in die göttliche Kraft die alles ausfüllt. (Schweighardt K.. 1987 (1986):  39). Hier wird der Glaube nicht nur auf eine göttliche Gewalt bezogen aber wird auch moduliert in mehr oder weniger weltliche oder selbstanschauliche Weise wie unbeeinflußbarer Glaube an den Erfolg des eigenen Schaffens eben sogar die Möglichkeit das Unmögliche zutun. (Schweigkert K.1987 (1987): 35). Ein ähnlicher Prozess der Bewegung oder der Schwingung des Glaubens ist auch in den Feuerlaufkursen in denen ich teilgenommen habe zu sehen. Wo der Glauben ein nicht genauer bestimmtes kosmisches oder göttliches Prinzip die Möglichkeit gibt sich nicht zu verbrennen oder Schmerz zu fühlen und läuft gleich neben mischt sich auch gleichzeitig mit dem “Glauben ! Basta Keine Fragen stellen!” 58)

Das wird sowohl auf die Realität des Phänomens bezogen als auch auf die persönliche Möglichkeit die Probe zu bestehen. Die Abwandlung des Glaubens in einfaches Vertrauen an sich selber ist in neueren und anderen Kursen ganz offensichtlich “ weiterführende Motivation, Entwicklung der menschlichen Potentiale” bei diesem ist das Feuerlaufen  von jedem religiösen bzw. kulturellen Zusammenhang losgelöst und wird nur benutzt als psychologisches Mittel um an sich selbst glauben und das größte Vertrauen in die eigenen persönlichen Reserven zu haben 59). Man unterstreicht nicht also eindringlich und heterogene Ausdruck des Glaubens um dann eine Interpretation inmitten der Schmerzlosigkeit vorzuziehen und Untrennbarkeit und Feuerfestigkeit im Vergleich zur Ethik noch weniger umselbige auf diese zu reduzieren. Eher wird schon versucht eine geschlossene anthropologische Perspektive daraus zu machen befreit von den Beschränkungen der Biologie. Bei der es teilweise unwichtig ist sie kann sich also nicht auf gleichem Gelände damit messen. Mit anderem Wort man muß herausfinden welche Möglichkeiten die Reserven die die Anthropologie hat um so außergewöhnliche Handlungen interpretieren zu können. Die der menschliche Körper tut, das tut er ja nicht nur bei den  Thermometern, einer Uhr, Radiogramm und Meßgeräten die sich auf eine mechanische Funktion des Körpers beziehen. Das heißt gleichzeitig fordern und prüfen eine bestimmte wissenschaftliche Autonomie die sich um die Anerkennung und Erforschung verschiedener Detontationen und Vermittlungen die die Konsequenz der Verbindung eines Individuums in jede Moment seines Lebens in einem bestimmten historischen sozialen Zusammenhang auf die menschlichen Wesen sich auswirken auch für daß was die Zusammensetzung und Kontrolle des Körpers beinhaltet die psychosomatischen Relationen und die Dynamik Gesundheit Krankheit (SEPPILLI T. 1996: 12) Die Arbeitshypothese bleibt eigentlich noch immer die von Mauss vorgestellten in Bezug auf  die außergewöhnliche Widerstandskraft der australischen Jäger. Eine der vielen Tatsachen, die die Zusammenarbeit von Körper und moralisch intellektuellen Symbolen aufzeigen (MAUSS M. 1991(1950): 393).  Es gibt dazu noch den Trost daß heute durch die verschiedenen Forschungenen aufgezeigten Dinge die die komplizieten Interaktionen zwischen biologischer Dimension und soziokultureller Dimension, die sich dann auf die rituellen Vorgehensweisen mehr oder weniger direkt bezogen auf einen mythisch oder religiösen Horizont und dadurch in der Lage sind emotionale und Bewußtseinszustände hervorzubringen die wie starke Modulatoren der Antworten des Körpers auf die physichen Anreize der Umwelt agieren. (SEPPILLI T. 1996: pasim). Man könnte einwenden daß diese Art der Betrachtung nichts mit der Form des Feuerlaufens zu tun hat, die die ich auch gemacht habe scheinbar in einem Zusammenhang ohne mythische oder religiöse Perspektive sind, die die ja Teilnehmer nicht haben. Es ist auch wahr daß ich am Anfang der Forschung ausgeschlossen habe ein wissenschaftliches Experiment machen zu können auch da ich von De Martino vorgewarnt worden war ungewöhnliche Antonomie die sich die naturalistische Handlungsweise begibt wenn sie sich den Studium der paranormalen Phänomäne widmen will 60). Aber jetzt glaube ich daß meine entzauberte und profane Feuerlauf  ein Vorteil sein kann um zu zeigen, daß das Gewicht der emotionalen Teilnahme und der totalen Anwesenheit die Situtation und wieviel sie auch günstig hervorgerufen zu sein scheint und aber in jeder Weise absichtlicht erfolgt werden. Wenn es einerseits wahr ist, daß die Kurse des Feuerlaufens wenn nicht in der künstlichen Weise ein mythischen Boden haben und sich auch nicht auf das Schicksal einer Gemeinschaft beziehen, sie symbolisieren auch kein Projekt oder Treue an der Gruppe und in dieser Hypothese könnte man sagen, daß sie ein Ritual inszenieren, auf das sich kein Mythos bezieht. Ist es anderseits wahr, daß die vielen Aspekte die von nahem gesehen, daß Verhalten der Personen charakterisiert, tatsächlich in einem Ritualen Aktion stattfinden. Die Sequenz die genau konstruiert und streng mit bestimmten Gesten verbunden ist, der Gruß an das Feuer, Tänze, Gesänge, der Dank, die Haltung des Körpers, die Sammlung, die Konzentration, die spontane und überzeugte Teilnahme, der Feuerläufer auf die Anweisungen des Führers und dann auch noch die überzeugte auch wenn periphere Solidarität die sich im Laufe des Kurses ergibt und sich in einer großen Intensität nach dem Feuerlauf äußert. Auch so ein erzeugtes Ritual ganz säkulär und frei von einer Wurzel und einer authentischen Dimension der Gemeinschaft, tatsächlich kann dort jeder teilnehmen ist der Körper des Performers in einem Prozeß in dem er sich entdeckt als Teil der physischen Maschine der Möglichkeiten die voraussehbar und auch meßbar sind und gleichzeitig unmöglich dadurch eine einfache Rolle oder Objekt oder Instrument zu sein. Eine Absicht die scheinbar untergeordnet ist  61). Die Hypothese daß die Feuerläufer in einen Zustand der Trance gehen könnte vielleicht eine respektable und überzeugende Erklärung des Phänomens der Schmerzlosigkeit sein. Aber würde dadurch nichts sagen zum Problem der Feuerwiderstandsfähigkeit. In jedem Fall geht das nicht was sowohl in paso del fuego vo San Pedro Manrique  und erst recht des Feuerlaufens das ich selber gemacht habe so kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung schließen daß immer wieder neu und immer wieder als Bezug man versuchen sollte darauß ein Bewußtsein möglich zu machen. Die Tatsache daß man nicht von Trance oder einem anderen modifizierten Bewußtseinszustand sprechen kann heißt nicht unbedingt eine Abwesenheit oder eine banale Normalität. Man kann eine außergewöhnliche Anwesenheit des Körpers annehmen. Die hervorgelockt und Schritt für Schritt auch konstuiert wird im Training. Man kann eine klare und entschlossene Annehmen des Körpers sehen, wie das Subjekt die Spannung bei der Feuerprobe annimmt und der Glaube sie zu bestehen, man kann sogar wagen von einem speziellen Zustand des Körpers zu sprechen. Die sich mobilisiert in der direkten physischen Nähe der glühenden Kohlen und die sich in der unwiderrufbaren Entscheidung manifestiert sie mit nackten Füßen zu betreten. Man kann nicht sagen, daß man nicht bewußt, man entscheidet eben auf den Vollgluttteppich zu gehen. Man spürt seine Rauhheit und seine Nachgiebigkeit wenn man über ihn geht. Man kontrolliert in einer bestimmten Art und Weise die Geschwindigkeit des Schrittes, man erkennt die Anwesenden wieder, dennoch bleibt das gewöhnliche Bewußtsein wie aufgehoben auch die Einschränkungen davon, der man normalerweise der Zerstörungskraft des Feuers zuschreibt. Man weiß sich ganz und gar Herr von sich selbst und der Situation. Man kann allerdings bis zum letzten Moment darauf zu verzichten und doch fühlt man sich anders in seinem Körper. Beispiel jemand weint ohne Erinnerung und ohne Gedanken. Es ist einfach in dieser Perspektive die Einschränkung von auch noch so komplizierten wissenschaftlichen Experimenten hervorzu zeigen. Die das Feuerlaufen auf die gewöhnlichen Gesetzte der Physik und Physiologie beschränken wollen. Die Entdeckung daß die körperliche Maschine die Möglichkeit hat solche Leistungen zu bringen reicht nicht um die anthropologischen Gründe zu erklären in denen nur bestimmte Personen die normalerweise nichts wissen von den verschiedenen Forschungen sich dem Risiko aussetzen sich zu verbrennen auf einem dicken Glutsteppich. Aber genausowenig ist es das Motiv aus dem heraus es passiert, daß jemand verbrennt. Es handelt sich nicht darum die Außergewöhnlichkeit und die Wohltaten des Feuerlaufens zu verteidigen. Aber eher darum auf den normalen Fähigkeiten des menschlichen Körpers zu bestehen, daß diese außergewöhnliche Leistungen hervorbringen kann. Das ist ein Gebiet das die Anthropolgen normalerweise nicht und ungern besuchen. Man kann versuchen an die Grenzen der akademischen Anthropologie zu gehen um die Arbeit von zwei Autoren Eugenio Barba und Victor Turner zu untersuchen. Die beide auch von bestimmten Positionen anregende Perspektiven zum Thema der Performance haben.62. Es ist ein Aspekt des Feuerlaufens, daß wie die pasadores aus San Pedro Manrique dauernd unterstreichen und wie ich auch selber erfahren habe grundlegend ist in der Ausübung der Performance und daß dennoch scheinbar nie die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler hervorgerufen hat. Man könnte es beschreiben als ein extremen Zustand der emotionalen und physischen Spannung, daß direkt vor dem Feuerlaufen ist und von dem Subjekt erfahren wird als Entscheidung sich dem Glutteppich anzuvertrauen. Genau dieses entschieden sein in der Arbeit von Barbar über die körperlichen Techniken repräsentiert eine grundlegende Qualität des Performers. Es ist schwer zu erklären mit den Worten  auf jeden Fall anders als entscheiden zu, die nur die direkte Erfahrung erkennen lassen kann. Entschieden sein. Bezieht sich auf den Schauspieler auf das sich trennen von täglichen Körpertechniken und dem Level von den nicht alltäglichen Techniken zu nähern. Die selber nicht die normalen Konditionen im Gebrauch des Körpers sind (BARBA E. 1993: 31) Die nicht alltäglichen Techniken basieren auf physischen Handlungen und performen eine Spannung und ein anderes Potential von Energie hervorrufen (BARBA E. 1993: S.59) Diese Form von Energie zu beschreiben geht Barba auf den norwegischen Ausdruck “Sats” übersetzbar nach ihm wie Wurf, Impuls aber auch Vorbereitung im Sinne von Bereit sein daß er unterstreicht an seinem kritischen Punkt daß sich der Schritt von Intention zur Aktion vollzieht. Ein größeres Zitat wird hoffentlich die Analogie mit dem der Zustand der psychophysischen Spannung des Feuerläufers aufzeigen. Im Moment der vor der Aktion ist mit aller Kraft ist der sich schon im Raum zu befreien, aber es ist noch aufgehängt und noch in der Hand der Schauspieler experimentiert seine Energie in der Form von “Sats”, dynamischer Vorbereitung, das “Sats” ist ein Moment in der  die Aktion vom ganzen Organismus gedacht und getan wird sie reagiert auch mit Spannung in Umbewegung. Es ist der Punkt an dem man entschlossen ist zu tun. Es gibt eine muskuläre Teilnahme nervös und mental, schon auf eine Objektiv gerichtet. Es ist das sich dehnen oder sich sammeln aus dem die Aktion hervorspringt, es ist die Feder bevor sie schnappt. (BARBA  E. 1993 S.87). Wenn man dem Barba folgt könnte man eine unendliche Diskussion über den Bewußtseinszustand der Feuerläufer führen. Und man könnte auch sagen, daß das Geheimnis oder der Motor dieser Performance genau in der Synergie oder in der Schlüssigkeit von Gedankenaktionen ist in dem der Gedanke zu Nerve in der Handlung sowohl definiert als auch im Zustand, daß es nicht einfach ein intentionales Wollen ist, genauso wenig eine Entscheidung, ein Entschlossensein 63) . Da die Frage des Glaubens kann an diesem Punkt wieder aufgenommen werden mit dem Lohn einer genaueren Präzesion und Kokretität die zum Schluß die in die irreführende Alternative von Hämik geht wegnehmen, dadurch daß sie sich zeigen als Erfahrungen die reale Effekte produzieren kann, man kann so sagen, daß die emotionale Spannung von dem Glauben erzeugt wird in Worten kosmische Kraft Glauben an sich selber funktioniert wie ein potenter Impuls oder wie ein Satz, daß der Performer in seiner Entscheidung handelt wenn er sich der Feuerprobe aussetzt. Um noch im Bereich der darstellenden Anthropologie zu bleiben und auf dem speziellen Zustand des Körpers zu bestehen den der Feuerläufer erlebt wie ein Kurzschluß oder ein Blitz zwischen mentaler Aktivität und physischer Handlung kann man zum Schluß auch die Notiz von der Erfahrung des Flußes aufnehmen. Turner definiert sie wie “Erfahrung der Fusion zwischen Aktion und Bewußtsein und der Konzentration der Aufmerksamkeit. Sie charakterisieren den grundlegenden Moment des Rituals, des Kunst, Sports, der Spiele und sogar im Glücksspiel” (TURNER V 1986 (1982) S.93.) Die Fusion von Aktion und Bewußtsein in der nach Turner der Fluß steht bedeutet, daß man bewußt ist dessen was man tut, aber man ist nicht bewußt daß man es ist. Man handelt in einem Zustand von totaler Teilnahme die das Bewußtsein erlaubt aber nicht das Selbstbewußtsein. Wenn man sich von dieser Verlockung überraschen läßt, wenn man sich selbst von außen sieht gibt es keine Fusion mehr. Aber Dualismus zwischen Aktion und Bewußtsein. Der Fluß unterbricht sich wenn Sorge und Angst auftreten, es kann passieren wie es mir z. Bsp. tatsächlich beim 2. Feuerlauf passiert ist, als ich über die glühenden Kohlen ging, man spürt den Schmerz und riskiert sich zu verbrennen. Anmerkungen des Übersetzers (hier geht es um das solare Bewußtsein) Der Verlust des Ich daß man den Fluß spürt (TURNER V. 1986 (1982) S.107) ist also kein Verlust des Bewußtseins aber eine vertrauensvolle Annahme der Regel die die Handlung der anderen führt. Eine spontane Aufgabe sie zu interpretieren oder zu handeln, es ist ein direktes Eintauchen in den Fluß der Aktion der Gruppe ob sie jetzt dirigiert sind vom Führer der lehrt wie man über das Feuer geht oder von der lokalen Tradition angeregt werden in diesem Gebiet deckt sich meine Erfahrung genau mit dem, daß Turner sagt in Bezug auf die Nichtproblematik der Handlung die man in diesem Zustand des Flußes tut. “man muß gläubig sein auch wenn dieses nur eine zeitweise und gewollte Aufhebung des Unglaubens also Auswählen zu glauben daß die Regeln wahrsein. (TURNER V. 1986 (1982): S.109). Das gibt die Möglicheit der Fusion von Aktion und Bewußtsein, das ist das sich konzentrieren auf die Aufmerksamkeit in einem limitierten Gebiet von Stimuli (TURNER V. 1986 (1982) :106). Es auch der Moment zu erinnern, daß sowohl paso del fuego von San Pedro Manrique als auch im Feuerlauf Kurs ein die Konzentration gepredigt wird, wie die mentale Disposition und physische Notwendigkeit um Laufen zu können über die glühenden Kohlen ohne Schaden davon zu tragen. Wirklich im Fluß zu sein schenkt die Sensation sich zu finden als “Herrscher der eigenen Aktion und der Umgebung” (TURNER V. 1986 (1982): 108) In diesem ist die außerordentliche Erfahrung der Emotitionalität sich also auf der Höhe der Leistung zu fühlen und daher auch gegenüber einer realen Gefahr die Aktion als frei von Sorgen und Angst auszuführen. Schließlich und endlich ist die Notiz des Flusses hinter dem tieferen Sinn von scheinbar Sinnlosigkeit oder absurden Gefahren die man sich aussetzt wenn man Feuer läuft  “im   Fluß zu sein ist sich an der größten Glückseligkeit zu erfreuen die einem menschlichen Wesen möglich ist” (TURNER V.  1986 (1982):  109). Es ist das gefallen des Flusses das so intensiv und total ist, daß einen für die Gefahr entschädigt und die Angst die teilweise wenn man sich stellen muß um  sie wirklich erfahren zu können auf dem historischen oder soziologischen Bild kann man bestimmt unterscheiden zwischen Epochen und Gesellschaften in denen man die Qualität und Frequenz der Erfahrung dieses Flusses die sie anbieten sei es jetzt ein religiöses Ritual bis hin zu den sportlichen Aktivitäten, aber es bleibt die Tatsache, daß unabhängig vom Inhalt dieser Erfahrung die Menschen immer weiter hin Situtationen schaffen werden die die Möglichkeit haben den Fluß hervorzurufen oder sie immer suchen wird auf einem individuellen Level außerhalb der normal vorgeschriebenen Lebenssituation, im Falle daß diese Widerstände dem Fluß entgegenbringen (TURNER V. 1986 (1982): 109) So sind also die Motivationen vielleicht der Teilnehmer des Feuerlauf Kurses und des pasadores von San Pedro Manrique so unterschiedlich sie auf dem soziologischen Bild sein mögen, die einen angetrieben vom Wunsch sich selbst zu realisieren zu wachsen, die anderen dabei ein unwiderrufliche unwiderstehliche lokale Identität zu bezeugen letzendlich ihre Wurzeln im gleichen anthrophologischen Feld haben vielleicht sogar in einem dieser somatischen Zustände von denen wir sehr wenig wissen außer von unausreichendem Beschreibungen die unsere Gesellschaft gibt ohne es klar auszusprechen ist im Text von Turner ein Bezug auf ein präsoziologisches Level aber auch voranthtropologische Level der Glücklichkeit des Glücksgefühles wenn man im Fluß ist und daß wir denken können im Fest der Einheit von Geist und Körper wurzelt und schließlich auch von einer Sensation der Fülle und Anwesenheit begleitet wird. Also kann man glauben daß die große und unbeschreibliche Glücklichkeit die ich beim Feuerlaufen erlebt habe und die jeder auch auf den Gesichtern und Gesten der pasadores aus Spanien sehen kann beide wohl der gleichen Natur von der die Turner der Erfahrung des Flußes zuschreibt. Es ist wahrscheinlich verführerisch aber nicht ausreichend zu registieren wie jetzt auf einem phänomelogischen Level (TURNER V. 1986 (1982): 109), daß die Glücklichkeit oder das Gefallen in einer nicht alltäglichen Technik des Körpers sieht. Anderen bleibt noch die Aufgabe zu überprüfen, daß “es vielleicht möglich ist eine größere Objektivität zu finden als auf den Spuren von Elektoroszillogrammen und Verschiebungen des metabolischen Rhythmus etc.” (TURNER V. 1986 (1982): 109).

 

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