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ABRAXAS - Zeitschrift für europäische Naturreligion

Das Große Schöllkraut - Chelidonium majus

Der botanische Name des Krautes kommt vom griechischen Wort "Chelidon" und bedeutet "Schwalbe". Zeitgleich wie die Schwalben in unseren Breiten eintreffen und abziehen, blüht und welkt das Schöllkraut. Der Deutsche Name ist der wissenschaftlichen Bezeichnung entlehnt. Doch sind für das Schöllkraut auch noch andere Namen in Gebrauch:

Drudenmilch, Teufelsmilch, Warzenkraut, Gold- kraut, Gilbkraut, Maikraut, Goldwurz, Schell- kraut, Blutkraut, Schwalbenkraut

Das Schöllkraut ist ein altbekanntes Hexenkraut und auch die Alchimisten maßen ihm große Bedeutung bei. Für sie repräsentierte der gelbe milchige Saft die 4 Elemente und sie sahen darin einen Weg den Stein der Weisen zu erlangen.
 

Pflanzenmerkmale
Das große Schöllkraut gehört zur Familie der Mohngewächse. Es erreicht eine Größe von bis zu 80 cm. Sämtliche Teile der Pflanze enthalten einen giftigen gelblichen Milchsaft.

  1. Stängel: zottig behaart, hohl und rund oder schwach kantig, an den Knoten verdickt, gabelästig
     
  2. Blätter: wechselständig, mehrfach gefiedert (bis zu 7-mal) Oberseite blassgrün, Unterseite dunkel blau-grün, rundliche buchtig gekerbte bis eingeschnittene Fiederblättchen
     
  3. Wurzel: walzenförmig
     
  4. Blüten: goldgelbe kleine Dolden, zahlreiche Staubgefäße, 4zählige 1-2 cm große Blättchen
     
  5. Frucht: 5 cm lange Schote mit vielen eiförmigen, schwarzen in 2 Reihen angeordneten Samen
     
  6. Blütezeit: April bis Oktober
     
  7. Vorkommen: weit verbreitet in Europa, Asien und im atlantischen Nordamerika, an schattigen nährstoffreichen Stellen (Stickstoff- anzeiger!), wie Gebüschen, Mauern, Wegrändern.
     

Anwendungsformen
Die in dem Kraut und der Wurzel enthaltenen Alkaloide entspannen und entkrampfen die Muskeln in Magen und Darm und sind Bestandteil von Gallen- und Lebertees.

Vorsicht jedoch bei unkontrollierter innerer Anwendung. Besonders Allergiker und Patienten mit Bluthochdruck sollten den Kontakt mit der Pflanze meiden. Äußerliche Anwendungen sind in der Regel ohne Nebenwirkungen.

Die Vergiftungsgefahr an sich ist allerdings sehr gering. Nur bei Einnahme sehr hoher Dosen sind Reizwirkungen auf den gesamten Verdauungstrakt, wie Brennen und Blasenbildung in Mund und Rachen, Übelkeit sowie mit Koliken einhergehende, blutige Durchfälle möglich.

Dann allerdings sind nach Entfernung des Giftstoffes durch Auslösen von Erbrechen und nachfolgenden Gaben von Aktivkohle weitere Maßnahmen wie Magenspülung u. a. mit ärztlichem Beistand erforderlich.

Weitere Wirkstoffe: Chelidonsäure, Flavonide, Saponin

Proteolytische Enzyme sind fähig, die Zellwände von Bakterien aufzubrechen und blockieren unerwünschte Zellvermehrungen in der Haut. Der zellteilungshemmende und hautreizende Milchsaft des Schöllkrautes wurde in der Volksmedizin schon seit jeher zum Verschwinden lassen von Warzen eingesetzt. Wegen der starken Hautreizung sollte nur die jeweils betroffene Körperstelle mit dem frischen Saft betupft werden.

Heilende Wirkung wird erzielt bei:

  • Gallenkoliken
     
  • Magen-Darm-Krämpfen
     
  • Gestörtem Gallenfluss
     
  • Chronischem Reizhusten
     
  • Hühneraugen
     
  • Warzen
     
  • Haut/Fußpilz

Teeaufguss:

  • 1/2 TL getrocknetes Kraut und Wurzel mit 0,25 l kochendem Wasser aufgießen
     
  • 10 Minuten ziehen lassen und als Tagesdosis warm trinken

Hühneraugen und Magenkrämpfe werden mit Umschlägen aus Schöllkraut behandelt, den macht man so:

Umschlag:

  • 3-5 EL des getrockneten Krauts und der Wurzel in 1 L Wasser zum Sieden bringen
     
  • Bei geschlossenem Deckel 10 Minuten köcheln
     
  • Auf Körperwärme abkühlen lassen
     
  • Mit dem abgeseihten Sud Leinentücher tränken und 3-mal pro Tag für 10 Minuten auf die betroffenen Körperstellen legen

Mittel bei Haut/Fußpilz:

  • In 1 Liter Franzbranntwein 200 g Salbei, 200 g Thymian und 250 g Schöllkraut einlegen
     
  • 3 Wochen ziehen lassen, abgießen, auspressen.
     
  • Einen Teil dieses Auszugs mit 3 Teilen 8%igem Essig mischen
     
  • Die Hautstellen/Füße werden mehrmals täglich mit dieser Flüssigkeit behandelt.
     
  • Die Haut muss von Zeit zu Zeit mit Lanolinsalbe eingefettet werden

Möchtest du Schöllkraut selber sammeln, dann ist die richtige Zeit für das Kraut (ganze Pflanze) von April bis Mai. Die Wurzeln gräbt man von August bis Oktober aus. Achte dabei auf den ätzenden und färbenden orange-gelben Saft, der aus der Pflanze austritt. Eventuell schütze dich davor mit Handschuhen.

Die frische Pflanze sollte dann möglichst schnell getrocknet werden. Das Schöllkraut sollte auch nur 6 Monate gelagert werden, da sich die Wirkstoffe darüber hinaus verflüchtigen.

Falls du das Kraut im Garten halten möchtest, dann bedenke, dass es giftig ist (Kinder!)

 

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